So spannend ist New York!

Wer von New York City redet, meint fast immer nur Manhattan. Nicht ohne Grund, schließlich liegen dort die meisten Hotels der Stadt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Doch New York City besteht aus insgesamt fünf Stadtteilen („Boroughs“ genannt), die alle einen Besuch lohnen. Vor allem Brooklyn und Queens haben sich zu sehr sehenswerten Boroughs entwickelt. Beide Stadtteile werden durch unterschiedlichste Kulturen geprägt, so dass jeder Tourist dort ganz einfach zu Fuß die weite Welt entdecken kann. Und wer vermutet schon, dass New York eine „grüne“ Stadt ist, in der sich nicht nur der größte Stadtpark der Welt befindet, der Central Park, sondern dass auch jeder Stadtteil seinen eigenen Botanischen Garten hat. Und von den vielen Schwulenbars und Clubs, die jenseits von Manhattan liegen, gar nicht erst zu reden!

Brooklyn – so bunt wie das Leben

Foto: Emiliano Bar

Brooklyn ist nur eine U-Bahn-Station von Manhattan entfernt. Das Besondere an diesem Borough sind die verschiedensten Einflüsse der multikulturellen Einwohner. Rund 90 Nationalitäten leben dort dicht beieinander. Jüdische, afroamerikanische, puertoricanische, indische und italienische Viertel machen Brooklyn zu einem bunten Stadtteil. Aufgrund der vielen Kulturen werden verschiedene kulinarische Spezialitäten in den Restaurants angeboten. In Brighton Beach, dem Klein-Russland oder auch „Little Odessa by the sea“ genannt, leben Russland-Auswanderer eng zusammen mit alteingesessenen Juden. Amerikanisch ist dort nur die zweite Amtssprache.

Das schönste Wohngebiet ist Brooklyn Heights, direkt gegenüber von Manhattan. Dieser erste historische Bezirk von New York bietet wundervolle Blicke auf die Skyline von Manhattan. Beste Plätze hierfür sind die Brooklyn Heights Promenade, die Atlantic Avenue und die Smith Street. Hier finden sich neben zahlreiche gemütlichen Bars und Restaurants auch ältere Häuser aus Buntsandstein. Nicht weit von Brooklyn Heights entfernt liegen die Trend-Viertel DUMBO (Down Under the Manhattan Bridge Overpass – zwischen Brooklyn Bridge und Manhattan Bridge) und Williamsburg. Kunst steht für die Menschen dort im Vordergrund.

Daher gibt es viele Galerien und Ateliers. In DUMBO werden zudem in alten Lagerhäusern Theaterstücke aufgeführt. Auch nach Einbruch der Dunkelheit ist in DUMBO und Williamsburg einiges los. Als flächenmäßig größter der fünf New Yorker Bezirke beherbergt Brooklyn unter anderem eine der weltbesten Kollektionen ägyptischer Kunst im Brooklyn Museum. Ein wahres Paradies finden junggebliebene Erwachsene im Freizeitpark Coney Island. Achterbahnen, kilometerlange Sandsträne, Delphin-Shows und zahlreiche weitere Vergnügungsmöglichkeiten lassen hier keine Wünsche offen. Ein anderes Muss für Brooklyn-Besucher ist ein Gang über die weltberühmte Brooklyn Bridge oder ein Besuch des Viertels Bay Ridge mit seinen guten Ausblicken auf den New York Harbor und die Verrazano-Narrows Bridge, der zweitlängsten Hängebrücke der Welt.

Queens – oft unterschätzt, nie erreicht

Queens – das sind die ethnisch wohl vielfältigsten 115 Quadratmeilen weltweit. In Little India, U-Bahnstation 74th Street, leben rund 60.000 Inder, Pakistani, Argentinier, Thailänder, Spanier und Koreaner. Dementsprechend kann man auch hier (neben Brooklyn) seinen Gaumen von den gastronomischen Spezialitäten verwöhnen lassen. An der 90th Street beginnt Spanish Queens. Asien erreicht man über die U-Bahnstation Mainstreet. In Queens befinden sich auch zwei Flughäfen: John F. Kennedy Airport und La Guardia.

Foto: Antonio Gabola

Sogar große Sportstätten sind in diesem Bezirk ansässig: Das Shea Stadium, die Heimat der New York Mets, sowie das USTA National Tennis Center, in dem alljährlich die US Open stattfinden. Kulturelle Höhepunkte in Queens sind das MoMA PS1 , das Noguchi Museum, das Museum of African Art, der Socrates Sculpture Park sowie das American Museum of the Moving Image

Bronx – vom Schmuddelkind zum Aufsteiger

Dieser Stadtbezirk grenzt nördlich an Manhattan. Den Baseball-Fans der New York Yankees ist Bronx bestens bekannt. Absolutes Highlight ist der New York Botanical Garden in der 200th Street und Southern Boulevard. Der Garten – er umfasst auf über 100 Hektar mehr als 48 Gärten – ist eine Augenweide für jeden Naturliebhaber. Eine besondere Attraktion ist das Enid A. Haupt Conservatory, ein Glaspavillion, der nach dem Vorbild von Kew Gardens in England entstanden ist. Im Pavillion gibt es einen Wasserfall, eine Wüste und Kokospalmen.

Die Arthur Avenue gilt unter vielen Stadtbewohnern als das wahre Little Italy von New York. Dort sollte jeder Tourist unbedingt mal hin. Lohnenswert ist auch ein Besuch des Bronx Zoo – es ist einer der größten und vielfältigsten Zoologischen Gärten der Welt. Weiterer Tipp: Der Wave Hill, ein elf Hektar großer Park, bietet neben exotischen Pflanzen aus aller Welt ein zeitgenössisches Museum. Als Oase der Ruhe gedacht, sorgt musikalische Untermalung für die richtige Rahmenstimmung in dem Garten. Bekannt ist Wave Hill darüber hinaus für den außergewöhnlichen Blick auf den Hudson River, denn Wave Hill liegt – wie der Name schon sagt – auf einer Anhöhe über dem Ufer. City Island in der Pelham Bay ist eine vornehme Gegend, mit Villen, schönen Inseln und Stränden.

Foto: Toa Heftiba

Harlem – Wiedergeburt des „schwarzen“ New Yorks

Dieser aufstrebende Stadtteil gehört zwar zu Manhattan, wir wollen ihn dennoch kurz vorstellen. Harlem grenzt nördlich an den Central Park und ist vor allem am Wochenende einen Besuch wert. Am Sonntagvormittag (ab 9 Uhr) stehen authentische Gospelkonzerte auf dem Programm. Anlaufpunkt für Gospelliebhaber ist die Abyssinian Baptist Church. Es empfiehlt sich, rechtzeitig zu erscheinen, die Gottesdienste sind gut besucht, geführte Gospel-Touren sind möglich.

Nicht erst seit Bill Clinton, Präsident a. D., an der 125th Street ein Büro bezogen hat, erlebt Harlem zwischen 96th und 155th Street ein Comeback. Beinahe jeden Tag eröffnen neue Shops, neue Kaufhäuser und neue Firmen. Alles spricht von der neuen Harlem-Renaissance, der Wiedergeburt des »schwarzen New York«. Highlight: Das berühmte Apollo Theater auf der 125th Street. Dort traten Künstler wie Louis Armstrong, Josephine Baker, Aretha Franklin und Billie Holiday auf. 1934 wurde in dem Theater die Amateur Night eingeführt – bis heute ein fester Programmpunkt. Jeder, der glaubt Talent zu haben, kann auf die Bühne gehen und vor Publikum »performen«.

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